Fachkompetenz für Rüttelbeläge
Fachkompetenz für Rüttelbeläge
Neutrale Kontrollen und kontinuierliche Forschung bürgen für höchste Qualität
Seit der Gründung des Arbeitskreises „Qualitätssicherung Rüttelbeläge“ im Jahr 1987 befassen wir uns mit der kontinuierlichen Absicherung und Verbesserung des hohen Qualitätsstandards von Rüttelbelägen. Außerdem findet unter den Mitgliedern ständig ein umfassender fachlicher Erfahrungs- und Informationsaustausch statt.
Mitglieder im Arbeitskreis können werden:
- Fliesenfachbetriebe, die sich vermehrt mit der Erstellung von keramischen Belagausführungen im Rüttelverfahren befassen
- Hersteller, deren Produkte zur Erstellung keramischer Bodenbelagsausführungen im Rüttelverfahren eingesetzt werden.
Vom Arbeitskreis Qualitätssicherung Rüttelbeläge werden laufend Forschungsprojekte initiiert, die der Fortentwicklung, technischen Verbesserung und weiteren Optimierung von Verfahren und Material dienen. Die aufwendigen Forschungsvorhaben, der ständige Erfahrungsaustausch, die laufende Fortbildung und die wissenschaftliche Begleitung durch das Institut für Wand- und Bodenbeläge sind Garant dafür, dass Innovationen und neue Entwicklungen unmittelbar in den Unternehmen umgesetzt werden.
Ausdruck der hohen Qualität der von diesen Unternehmen hergestellten Rüttelbeläge ist das Markenzeichen. Die im „Arbeitskreis Qualitätssicherung Rüttelbeläge“ zusammengeschlossenen Unternehmen verlegen pro Jahr ca. 1.000.000 m2 keramische Rüttelbeläge.
Ein keramischer Rüttelbelag ist ein hochbelastbares Bodenbelagssystem für Industrie und Gewerbe. Dabei werden keramische Bodenfliesen maschinell und hochverdichtend in ein Mörtelbett eingerüttelt, wodurch eine hohlraumfreie, extrem stabile und langlebige Einheit entsteht.





Rüttelbelege
für hohe Beanspruchungen
Keramische Rüttelbeläge sind ein Bodenbelagssystem für Großflächen im gewerblich/industriellen und öffentlichen Bereich, die einer hohen Beanspruchung unterliegen. Diese Bodenbeläge müssen neben funktionalen und ästhetischen Anforderungen insbesondere auch einer hohen Wirtschaftlichkeit gerecht werden.
Der Begriff Rüttelboden wird umgangssprachlich synonym für den keramischen Rüttelbelag verwendet. Technisch gibt es keinen Unterschied zwischen Rüttelboden und Rüttelbelag. Beide bezeichnen dasselbe Verlegeverfahren, bei dem Fliesen durch Vibration hohlraumfrei in ein Mörtelbett verdichtet werden.


Mitglieder des Arbeitskreises
Der Mitgliederkreis besteht aus Verlegebetrieben und Herstellern von bei der Ausführung beteiligten Produkten und ist über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Jeder Mitgliedschaft geht nach der Besichtigung eines Referenzobjektes durch einen Sachverständigen ein Jahr der Probemitgliedschaft voraus. In diesem Jahr erfolgt die weitere Begutachtung eines Bauvorhabens mit im Rüttelverfahren erstellten keramischen Belagflächen durch den Beirat des Arbeitskreises und das neutrale Institut für Wand- und Bodenbeläge.
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung Rüttelbeläge (AKQR) ist eine 1987 gegründete deutsche Fachorganisation. Der AKQR zertifiziert spezialisierte Fliesenfachbetriebe, die keramische Rüttelbeläge verlegen. Die jährliche Qualitätsüberwachung der Mitglieder erfolgt durch das unabhängige Institut für Wand- und Bodenbeläge der Säurefliesner-Vereinigung.”
FAQ’s Rüttelbelege
Wie lange hält ein keramischer Rüttelbelag?
Ein fachgerecht geplanter und ausgeführter keramischer Rüttelbelag ist auf eine sehr lange Nutzungsdauer ausgelegt. Durch die Kombination aus keramischen Fliesen oder Platten, Kontaktschicht und verdichtetem Bettungsmörtel entsteht eine kompakte, mechanisch stark belastbare Bodenkonstruktion.
Die tatsächliche Lebensdauer hängt von der Nutzung, der Belastung, der Reinigung und Pflege sowie von der fachgerechten Ausführung ab. Bei geeigneter Planung und Verlegung durch einen qualifizierten Fachbetrieb kann ein keramischer Rüttelbelag viele Jahre bis Jahrzehnte genutzt werden.
Was ist der Unterschied zum normalen Fliesenlegen?
Beim normalen Fliesenlegen werden Fliesen häufig von Hand in ein Kleber- oder Mörtelbett eingelegt und ausgerichtet. Beim Rüttelverfahren werden die keramischen Fliesen oder Platten dagegen in ein frisches Zementmörtelbett mit Kontaktschicht eingelegt und anschließend maschinell mit Flächenrüttlern eingerüttelt.
Dadurch entsteht eine besonders kompakte Belagskonstruktion mit satter Einbettung. Das Verfahren ist eine Weiterentwicklung der Dickbettverlegung und wurde speziell für mechanisch hoch beanspruchte Bodenflächen entwickelt, zum Beispiel in Industrie, Handel, Werkstätten und stark frequentierten Gebäuden.
Wie schnell kann ein Rüttelbelag nach der Verlegung benutzt werden?
Ein frisch verlegter Rüttelbelag sollte erst genutzt werden, wenn Bettungs- und Fugenmörtel ausreichend erhärtet sind. Die Erhärtung hängt unter anderem von Temperatur und Baustellenbedingungen ab.
Als Richtwert gilt: Der Belag ist nach etwa 7 Tagen begehbar. Die volle mechanische Belastbarkeit wird in der Regel nach 28 Tagen erreicht. Erst danach sollten hohe Punktlasten, intensive Nutzung oder Verkehr mit Flurförderzeugen vorgesehen werden.
Welche Fliesenformate eignen sich für Rüttelbeläge?
Für Rüttelbeläge eignen sich keramische Fliesen und Platten, die für hohe mechanische Belastungen ausgelegt sind. Nach den AKQR-Richtlinien kommen insbesondere trockengepresste keramische Fliesen und Platten nach DIN EN 14411 sowie Bodenklinkerplatten nach DIN 18158 in Betracht.
Die Fliesen und Platten können quadratische, rechteckige oder sechseckige Formate haben. Im Allgemeinen sollten sie eine Kantenlänge von 30 cm beziehungsweise eine Formatfläche von 900 cm² nicht überschreiten. Bei angepasster Vorgehensweise sind auch größere Formate mit einer Kantenlänge bis 60 cm möglich.
Wichtig ist außerdem die Materialdicke: Für Rüttelbeläge muss die Dicke der keramischen Fliesen und Platten mindestens 14 mm betragen. Bei stark belasteten Flächen ist die Auswahl des geeigneten Formats, der Materialdicke und der Bruchkraft immer auf die spätere Beanspruchung abzustimmen.
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